Landesmittelstandstag Baden-Württemberg in Friedrichshafen am Bodensee
Montag, 05. Juli 2010
Ralf Semmler wurde als Beisitzer des Landesvorstandes der
MIT Baden Württemberg wiedergewählt.
Unter dem Motto "Erst verdienen - dann verteilen" trafen sich am Wochenende die Delegierten der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Baden-Württemberg auf ihrer Landestagung in Friedrichshafen am Bodensee zur Neuwahl des Landesvorstandes. Eindeutig in seinem Amt bestätigt wurde der MIT-Landesvorsitzende Peter Ibbeken. Auf ihn entfielen über 91 Prozent der 175 Delegierten-Stimmen.
Als stellvertretende Vorsitzende wurden erstmals in den Vorstand gewählt: Dr. Reinhard Löffler aus Stuttgart, Mitglied des Landtages, der Publizist Oswald Metzger, Mitglied der MIT Bodenseekreis und die Unternehmerin Brigitta Luhr aus Freiburg. Sie konnten sich gegen drei weitere Mitbewerber durchsetzen.
Ibbeken bekannte sich in seiner Rede klar zu den Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft, auch wenn diese unbequem sei. Gerade heute sollte man sich auf Ludwig Erhards Erkenntnisse aus der großen Depression vor 80 Jahren besinnen. Der Mittelstand, der in Baden-Württemberg 2,5 Mio. Arbeitsplätze bietet, sei das beste Beispiel dafür, dass Freiheit und Eigenverantwortung das menschenwürdigste Zukunftsmodell seien.
Die Freude über eine bürgerliche Regierung und das Wachstums-beschleunigungsgesetz habe nicht lange gewährt. Nach langem Ringen um die Konjunkturpakete ging es plötzlich "Ruck-Zuck“ bei der erneuten Rettung der Finanzwelt.
"Europaweit werden die Staatsschulden vergesellschaftet", so Ibbeken weiter, "damit wird schlampiges Wirtschaften belohnt. Das ist kein Leistungsanreiz."
Ein Weg aus der Krise ist laut Ibbeken mit einer Erhöhung der Einkommenssteuer nicht zu meistern, er betont "Was wir fordern, ist ein Aufstieg durch Bildung, Eigenverantwortung und Leistung."
Heutige Anforderungen an die Politik seien daher: mehr Bürgerbeteiligung an politischen Prozessen, Bildungsinvestitionen, Stärkung von Eltern und Familien, Ausbau regenerativer Energien, Förderung von mittelständischen- und Familienunternehmen und die Stärkung von Bürgerinitiativen und Ehrenamt.
Beifall erhielt Ministerpräsident Stefan Mappus, der sich in seiner Rede kritisch zum derzeitigen Image der CDU äußerte. "Wir müssen als CDU wieder mehr Profil zeigen, damit die Menschen wissen, woran sie mit uns sind", sagte er und kritisierte "das derzeitige Chaos bei öffentlichen Äußerungen der CDU." Man müsse mit Vorschlägen, wie einer Anhebung des Spitzensteuersatzes für Reiche und die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Champagner nicht versuchen, "die Linke links zu überholen."
www.mit-bw.de





